13 Gründe nicht wählen zu gehen

Es handelt sich dabei nicht um Forderungen oder Inhalte der Nichtpartei und auch nicht jeder Grund trifft auf jeden Nichtwähler zu. Die aufgeführten Gründe dienen als Beispiel dafür wie substantiell die Probleme sind welche sich offensichtlich durch die Parteien innerhalb der heutigen repräsentativen Demokratie nicht lösen lassen. Obwohl jeder dieser Punkte in einem Wahlprogramm zu finden ist.
 

Soziale Gerechtigkeit

Soziale Gerechtigkeit

Leistungsträger und Verantwortungsträger sollten belohnt werden. Jedoch kann ein Manager wirklich 380x so viel leisten wie ein durchschnittlich verdienender Angestellter seines Unternehmens?

Heute besitzen die 8 reichsten Menschen der Welt so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. (oxfam 2017)

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander, obwohl wir im Güter-Überfluss leben gibt es erschreckend viel Armut.

Bankrenrettungen und Handelsabkommen werden gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt. Eine Finanztransaktionssteuer bleibt aus, Konzerne werden nicht dafür bestraft Steueroasen zu nutzen und die Verteilung von Subventionen ist fragwürdig.

Geldsystem

Überwachungskameras

Bei dem heutigen Geldsystem handelt es sich um ein monopolisiertes Zwangsgeldsystem welches nicht mehr von materiellem Wert gedeckt ist und dessen Schöpfung sich in privater Hand befindet.

Geld wird durch die Vergabe von Krediten in den Umlauf gebracht/geschöpft. Diese Kredite müssen mit Zinsen zurückgezahlt werden. Aus diesem Grund betragen die weltweiten Geldschulden rund das vierfache der kumulierten Geldmenge aller Volkswirtschaften.

Zahlreiche Experten beschreiben die derzeitige Situation als eine fortwährende "Konkursverschleppung" die durch den exponentiellen Anstieg der Verschuldung der Staaten dieser Welt befeuert wird.

 

Repräsentative Demokratie

Bundestag

Wer sich mit der repräsentativen Demokratie auseinandersetzt stellt schnell fest, dass innerhalb dieser keine grundlegenden Veränderungen möglich sind. Wer Splitterparteien wählt, hat durch die Sperrklausel (5%-Hürde), keinen Einfluss auf die Zusammensetzung der Regierung und kann bestenfalls die nahezu machtlose Opposition mitgestalten.

Bei der Bungestagswahl 2013, haben nur 36% der Bevölkerung eine der beiden großen Parteien (CDU/SPD) gewählt, diese haben aber dennoch 80% der Sitze im Bundestag unter sich aufgeteilt.

Dies ist vermutlich einer der Gründe weshalb knapp 50% der 18-24 jährigen sich heute als Nichtwähler bezeichnen (Yougov) während die Menschen über 50, welche sich überwiegend für eine der größeren Altparteien entscheiden, die heutige Politik bestimmen. So gut wie jede Kraft die über maßgeblichen Einfluss in unserem gesellschaftlichen Gefüge verfügt, ist daran interessiert den Status Quo aufrecht zu erhalten.

Überwachung

Überwachungskameras

Seit den Enthüllungen durch Edward Snowden ist klar, wir werden total überwacht. Durch den technischen Fortschritt, z. B. künstlicher Intelligenz, gibt es heute bereits kein Limit mehr für die Menge an Daten die automatisiert ausgewertet werden kann.

Staatliche Organisationen wie die NSA sammeln jede Art von Kommunikationsdaten. Mit Hilfe dieser und der Metadaten, ist es möglich die Psychologie der Bevölkerungen bis ins Detail analysieren. Dies ist ein unverhältnismäßig machtvolles Instrument über das auch jede zukünftige Regierung verfügt.

Private wie auch staatliche Institutionen können diese Technologien missbrauchen. Selbst wer jetzt noch Vertrauen in die Regierungen der Welt hat, muss sich darüber im Klaren sein, dass die Werkzeuge bestehen bleiben auch wenn sich die Regierung verändert.

Bildung

Beschriebene Schultafel

Das staatliche Schulsystem ist völlig veraltet und marode. Bildungsexperten schlagen bereits seit Jahrzehnten Alarm und zeigen auf wie sehr wir unser Potenzial als Gesellschaft mit den Füßen treten, in dem wir unsere Kinder nicht ausreichend fördern. Alle Bereiche unserer Gesellschaft werden maßgeblich von unserem Bildungssystem beeinflusst. 

Das Bildungssystem sollte in einer Gesellschaft generell höchste Priorität genießen. Sowohl aus Sicht der Wirtschaft als auch der Gesellschaft, Ökologie und Demokratie. Leider gibt es im heutigen politischen System für keine finanzkräftige Lobby für den Bildungs-Sektor die mit privaten Interessengruppen um die Aufmerksamkeit der Politik konkurrieren kann.

Lobbyismus

Geschäftsleute

Politiker leben in einer gesellschaftlichen Blase, umgeben von anderen Politikern und Wirtschaftslobbyisten. Sie können oft nur Bürgernähe simulieren, haben wenig Bezug zu den Problemen der Bevölkerung und handeln aus eigenem wirtschaftlichen Interesse.

Es gibt heute mehr Lobbyisten als Politiker im Bundestag (70% davon aus der Wirtschaft). Leider gibt es für viele Bevölkerungsgruppen und gesamtgesellschaftlichen Anliegen kaum finanzkräftige Interessengruppen die Lobbyismus in einem ähnlichen Umfang betreiben können.

Die Lobbyisten spielen eine große Rolle beim Verfassen von neuen Gesetzesvorschlägen und die Zusammenarbeit zwischen Politik und Industrie könnte kaum intransparenter verlaufen.

Konsumgesellschaft & Wachstumswirtschaft

Frau mit Einkaufstaschen

Die heutige Gesellschaft ist zunehmend materialistisch und konsumiert mehr denn je. Die Mechanismen dieser Konsumwirtschaft führen leider unter anderem zu Produkten mit verhältnismäßig kurzer Haltbarkeit und einer immer weiter anwachsenden, gewaltigen Werbeindustrie, welche alle zur Verfügung stehenden Mittel zur Verkaufssteigerung nutzt.

Die heutige politische Zielsetzung konzentriert sich auf Vollbeschäftigung und Wirtschaftswachstum. Diese Kennzahlen korrelieren aber nicht zwangsläufig mit der Lebensqualität. Diese Vorgehensweise lässt auch außer Acht dass wir auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen leben, dies ist ein Verbrechen an kommenden Generationen.

Das heutige politische System profitiert von bzw. fördert dieses Konsumverhalten und verstärkt auf Grund mangelhafter Bildungsangebote im Bereich Medienkompetenz das Potential für Manipulation durch Werbebotschaften. Dies ist auch einer der Gründe für das weitestgehende Fehlen von verantwortungsbewusstem Kaufverhalten.

Massentierhaltung

Rolls Royce

Jedes Jahr werden alleine in Deutschland etwa 75 Millionen Tiere für den Verzehr geschlachtet. Unser enormer Bedarf an Lebensmitteln tierischer Herkunft hat weitreichende Konsequenzen in ökologischen, ökonomischen, ethischen und gesundheitlichen Fragen. Die enormen Futtermengen die zur Produktion benötigt werden sind für 90% der Abholzung des Regenwaldes verantwortlich.

99% aller Tierhaltung ist Massentierhaltung und bedeutet ein äußerst qualvolles Leben für Milliarden von leidensfähigen Lebewesen. Gleichzeitig ist der gesundheitliche Nutzen von Tierprodukten vorsichtig ausgedrückt, fraglich. Die Belastung der Umwelt und beispielsweise des Trinkwassers hierzulande sind weitreichend. Der massenhafte Einsatz von Antibiotika ist auch ein Grund für die Zunahme von multiresistenten Keimen.

Die Einflussnahme des Staats auf Angebot und Nachfrage durch außerordentlich hohe Subventionen in der Tierindustrie müssen hinterfragt werden können.

Medienlandschaft

Ard Kameramann

Investigativer und kritischer Journalismus hat es heute scheinbar schwer wirtschaftlich rentabel zu sein. Gleichzeitig haben sich Konglomerate gebildet und die gesamte Presselandschaft schöpft vermehrt aus einer Hand voll Nachrichtenagenturen.

Abhängigkeit von Werbekunden und die Effektivität von Negativschlagzeilen kann nur mit ansteigender Medienkompetenz seitens der Bevölkerung begegnet werden. Das heutige politische System hat kein Interesse daran dieses zu fördern.

Die öffentlich Rechtlichen sind durchsetzt von ehemaligen und aktiven Mitgliedern vor allem der großen Parteien.

Umweltzerstörung

Plastik am Strand

Meldungen über das zunehmende Insektensterben sind besorgniserregend. Dies könnte in naher Zukunft zu einem der größten Probleme unserer Zivilisation heranwachsen. Dabei geht es nicht nur um ökologische Vielfalt sondern schlichtweg um das nackte Überleben. Im heutigen politischen System gibt es kaum Anreize für unabhängige Forschung zu diesem Thema während der Einsatz von Insektiziden sowie Pestiziden stetig zunimmt.

Die Plastikverschmutzung der Umwelt hat ein nie dagewesenes Niveau erreicht. In den Meeren schwimmen heute riesige Mengen von winzigen Plastikteilchen die eine Gefahr für die Tierwelt darstellen und deren Inhaltsstoffe (z. B. Weichmacher) auch in die menschliche Nahrungskette gelangen.

Energiewende

Öl

Der Umstieg auf Energien die nicht aus fossilen Brennstoffen gewonnen werden ist unausweichlich. Ressourcen wie Öl sind aller Wahrscheinlichkeit nach auch Gründe für militärische Konflikte in der Zukunft und im Jetzt.

Die Energieumlage für die Förderung erneuerbarer Energien, soll diese Entwicklung vorantreiben. Jedoch werden dabei energieintensive Unternehmen ausgespart während Einkommensschwache hierdurch unverhältnismäßig stark belastet werden.

Geopolitik & Extremismus

Kinder

Die Angriffskriege, unter Anderem der USA in der Amtszeit George W. Bushs werden heute von manchen der Verantwortlichen selbst, als große Fehler bezeichnet.

Die Menschen die ihre Heimat verlassen müssen um vor den Konflikten westlicher Außenpolitik zu fliehen, wandern in die Sozialsysteme ein. Dies führt zunehmend zu Spannungen in der Bevölkerung

Die Konflikte im nahen Osten schüren lediglich Extremismus und Terrorismus. Es muss die Frage gestellt werden dürfen, ob man religiös motivierten Terrorismus mit Bomben bekämpfen kann.

Die Gründe mit denen diese Konflikte der Öffentlichkeit "verkauft" wurden sind in einigen Fällen nachweisliche Lügen gewesen. (Brutkastenlüge, Angebliche Massenvernichtungswaffen) Deutschland hat sich nicht gegen diese Konflikte ausgesprochen sondern sich sogar beteiligt.

Waffenexporte

Waffenexporte

Deutschland gehört zu den größten Waffenexporteuren der Welt. Vor allem der im Rüstungsexportbericht erfasste Anteil, nämlich Kriegswaffen, werden in die ganze Welt exportiert. Der Nominalwert der deutschen Rüstungsexporte in Form von schweren Waffen wie Panzern, Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen hat sich von 2005 bis 2009 etwa verdoppelt.

Wichtigste Kunden waren 2009 die Türkei, Griechenland und Südafrika. Griechenland bezog trotz Wirtschaftscrash deutsche Waffen zu einem Zeitpunkt an dem die deutsche Außenpolitik Druck auf dieses Land ausübte. Die horrenden Profite wurden dabei von wenigen Menschen eingestrichen. Eine intransparente Vorgehensweise sorgt dafür dass die Öffentlichkeit nur von einem Teil der Waffenexporte erfährt. Beliefert werden auch Staaten wie Saudi-Arabien, dessen Regime nachweislich deutsche Waffen in Bürgerkriegsgebieten wie im Jemen einsetzt um Protestbewegungen zu bekämpfen.

Die Nichtpartei hat kein konkretes Wahlprogramm und die aufgeführten Punkte stehen zur Diskussion.
Wer mit einer Aussage definitiv nicht einverstanden ist, ist dazu eingeladen seine Kritik an zu senden oder sich auf dem Discord-Server der Nichtpartei einzufinden.